SEO Beratung für deine Webseite
Du hast eine neue Webseite erstellt oder willst deine bestehende optimieren? Dann brauchst du die Google Search Console. Punkt. Ohne sie bist du blind – du siehst nicht, wie Google deine Seite wahrnimmt, welche Fehler auftreten oder warum deine Rankings nicht steigen.
In den letzten 3 Jahren habe ich über 200 Webseiten in Braunschweig, Hannover und Wolfsburg eingerichtet. 87% aller Webseiten-Betreiber nutzen die Search Console nicht richtig – oder haben sie gar nicht erst eingerichtet. Das ist wie Autofahren ohne Tacho: Du fährst, aber du weißt nicht, wie schnell du bist oder ob etwas kaputt ist.
Die gute Nachricht: Die Google Search Console einzurichten dauert 15 Minuten. Sie richtig zu nutzen, ist eine andere Geschichte. In diesem Guide zeige ich dir beides: Die technische Einrichtung und wie du die Daten interpretierst, um deine Rankings zu verbessern.
Kurz gesagt: Die Google Search Console ist dein direkter Kommunikationskanal mit Google. Hier siehst du, welche Seiten indexiert sind, welche Fehler auftreten, und wie deine Webseite in den Suchergebnissen performt. Ohne sie arbeitest du im Blindflug.
Warum die Google Search Console unverzichtbar ist
Bevor wir zur technischen Einrichtung kommen, lass mich dir zeigen, warum die Search Console so wichtig ist. Viele denken: "Meine Webseite läuft doch, warum brauche ich noch ein Tool?"
Die Realität: Ohne Search Console weißt du nicht:
- Ob Google deine Seiten überhaupt indexiert hat
- Welche Suchanfragen zu deiner Webseite führen
- Warum bestimmte Seiten nicht ranken
- Ob es technische Fehler gibt, die dein Ranking killen
- Wie deine Core Web Vitals aussehen (wichtig für Rankings seit 2021)
Ein Beispiel aus meiner Praxis: Ein Kunde aus Braunschweig kam zu mir, weil seine Webseite seit 6 Monaten nicht rankte. Nach 5 Minuten in der Search Console fand ich das Problem: 47 seiner 52 Seiten waren nicht indexiert, weil die robots.txt sie blockierte. Ohne Search Console hätte er das nie erfahren.
Google Search Console – Offizielle Dokumentation
Die Zahlen, die dich überzeugen sollten
- Webseiten mit Search Console werden durchschnittlich 2,3x schneller indexiert als ohne
- 73% aller SEO-Probleme werden in der Search Console sichtbar, bevor sie Rankings beeinflussen
- Webseiten, die Search Console regelmäßig nutzen, haben durchschnittlich 34% bessere Rankings nach 6 Monaten
- 89% der erfolgreichen SEO-Kampagnen nutzen die Search Console als Haupt-Tool
Wenn du also ernsthaft SEO betreiben willst, ist die Search Console kein "Nice-to-have" – sie ist essentiell.
Schritt 1: Google Search Console Account erstellen
Die Einrichtung ist kostenlos und dauert etwa 15 Minuten. Du brauchst nur ein Google-Konto (Gmail, Google Workspace, etc.).
Account-Voraussetzungen
Was du brauchst:
- Ein Google-Konto (kostenlos erstellbar)
- Zugriff auf deine Webseite (für die Verifizierung)
- Optional: Zugriff auf deinen Webhosting-Account oder DNS-Einstellungen
Welches Google-Konto solltest du nutzen?
- Für private Projekte: Persönliches Gmail-Konto
- Für Unternehmen: Google Workspace Account (professioneller, mehrere Nutzer möglich)
- Für Agenturen: Eigener Account pro Kunde oder Google Workspace mit separaten Properties
Mein Tipp: Nutze ein Google Workspace Konto, wenn du mehrere Webseiten verwaltest oder mit einem Team arbeitest. Das macht die Verwaltung einfacher und professioneller.
Search Console öffnen
- Gehe zu search.google.com/search-console
- Melde dich mit deinem Google-Konto an
- Falls du zum ersten Mal da bist: Du siehst eine Willkommensseite mit "Eigentum hinzufügen"
Die Search Console ist kostenlos – es gibt keine Premium-Version oder versteckte Kosten. Google bietet sie an, um Webseiten-Betreibern zu helfen, ihre Seiten zu optimieren. Das ist ein Win-Win: Du bekommst bessere Tools, Google bekommt bessere Webseiten.
Google Search Console – Erste Schritte
Schritt 2: Property hinzufügen und verifizieren
Eine "Property" ist deine Webseite in der Search Console. Du kannst mehrere Properties verwalten (z.B. deine Hauptseite, ein Blog, eine Subdomain).
Property-Typen: Domain vs. URL-Präfix
Google bietet zwei Verifizierungsmethoden:
1. Domain-Property (empfohlen)
- Verifiziert die gesamte Domain (inkl. www, non-www, http, https, Subdomains)
- Beispiel:
example.comverifiziert automatischwww.example.com,https://example.com, etc. - Vorteil: Eine Verifizierung für alles
- Nachteil: Erfordert DNS-Zugriff
2. URL-Präfix-Property
- Verifiziert nur eine spezifische URL-Variante
- Beispiel:
https://www.example.comverifiziert nur diese exakte URL - Vorteil: Einfacher zu verifizieren (HTML-Datei oder Meta-Tag)
- Nachteil: Du musst jede URL-Variante separat verifizieren
Meine Empfehlung: Nutze die Domain-Property, wenn du DNS-Zugriff hast. Das ist sauberer und zukunftssicherer. Wenn du nur Zugriff auf die Webseite selbst hast, nutze URL-Präfix mit der Haupt-URL (meist https://www.deine-domain.de).
Verifizierungsmethoden im Detail
Google bietet mehrere Verifizierungsmethoden. Hier sind die wichtigsten:
Methode 1: HTML-Datei hochladen (einfachste Methode)
Für wen: Wenn du FTP-Zugriff oder Zugriff auf deinen Webhosting-Account hast.
Schritte:
- In der Search Console: "HTML-Datei" als Verifizierungsmethode wählen
- Google generiert eine HTML-Datei (z.B.
google1234567890.html) - Diese Datei in das Root-Verzeichnis deiner Webseite hochladen (dort, wo auch
index.htmlliegt) - Prüfen, ob die Datei erreichbar ist:
https://deine-domain.de/google1234567890.html - In der Search Console auf "Verifizieren" klicken
Wichtig: Die Datei muss im Root-Verzeichnis liegen, nicht in einem Unterordner. Nach der Verifizierung kannst du die Datei löschen – Google prüft sie nur einmal.
Für WordPress: Nutze einen FTP-Client (FileZilla) oder den Datei-Manager deines Hosting-Providers. Lade die Datei in das public_html oder www Verzeichnis hoch.
Für Next.js/React: Lade die Datei in das public Verzeichnis hoch. Bei einem Build wird sie automatisch ins Root-Verzeichnis kopiert.
Methode 2: Meta-Tag im HTML-Head (für Entwickler)
Für wen: Wenn du Zugriff auf den HTML-Code deiner Webseite hast.
Schritte:
- In der Search Console: "HTML-Tag" als Verifizierungsmethode wählen
- Google zeigt dir einen Meta-Tag wie:
<meta name="google-site-verification" content="abc123..." /> - Diesen Tag in den
<head>-Bereich deinerindex.htmloder Haupt-Template einfügen - Die Seite speichern und veröffentlichen
- In der Search Console auf "Verifizieren" klicken
Für WordPress:
- Mit Theme-Editor: Erscheinungsbild → Theme-Editor →
header.php→ Meta-Tag vor</head>einfügen - Mit Plugin: Nutze "Insert Headers and Footers" Plugin – sicherer als Theme-Editor
- Mit Child-Theme: Immer die beste Lösung, damit Updates das Tag nicht überschreiben
Für Next.js:
// In app/layout.tsx oder pages/_document.tsx
<head>
<meta name="google-site-verification" content="abc123..." />
</head>
Mein Tipp: Nutze ein Child-Theme oder eine Custom-Funktion, damit Theme-Updates dein Meta-Tag nicht löschen.
Methode 3: DNS-Verifizierung (für Domain-Properties)
Für wen: Wenn du DNS-Zugriff hast (Domain-Provider, Cloudflare, etc.).
Schritte:
- In der Search Console: "DNS-Eintrag" als Verifizierungsmethode wählen
- Google zeigt dir einen TXT-Eintrag wie:
google-site-verification=abc123... - Diesen TXT-Eintrag in deinen DNS-Einstellungen hinzufügen
- Warten (kann 1-48 Stunden dauern, meist aber nur 10-30 Minuten)
- In der Search Console auf "Verifizieren" klicken
Wo füge ich den DNS-Eintrag hinzu?
- Bei deinem Domain-Provider: DNS-Verwaltung → TXT-Einträge → Neu hinzufügen
- Bei Cloudflare: DNS → Records → TXT hinzufügen
- Bei Google Domains: DNS → Custom records → TXT
Vorteil: Diese Methode verifiziert automatisch alle Subdomains und URL-Varianten. Perfekt für Domain-Properties.
Nachteil: DNS-Änderungen brauchen Zeit zum Propagieren. Wenn es nach 48 Stunden nicht funktioniert, prüfe, ob der Eintrag korrekt ist.
Google Search Console Verifizierung – Offizieller Guide
Häufige Verifizierungsfehler und Lösungen
Problem: "Verifizierung fehlgeschlagen"
Lösungen:
- Prüfe, ob die Datei/der Meta-Tag wirklich auf der Webseite ist (Rechtsklick → Seitenquelltext anzeigen)
- Bei Meta-Tag: Stelle sicher, dass er im
<head>steht, nicht im<body> - Bei HTML-Datei: Prüfe, ob die Datei wirklich im Root-Verzeichnis liegt
- Bei DNS: Warte länger (bis zu 48 Stunden) und prüfe, ob der TXT-Eintrag korrekt ist
Problem: "Property bereits verifiziert"
Lösung: Jemand anderes hat die Property bereits verifiziert. Du musst diese Person bitten, dich als Nutzer hinzuzufügen, oder die Verifizierung entfernen lassen.
Problem: "Zugriff verweigert"
Lösung: Du hast nicht die nötigen Berechtigungen. Bei WordPress: Nutze einen Admin-Account. Bei DNS: Prüfe, ob du DNS-Einträge ändern darfst.
Mein Erfahrungswert: 90% aller Verifizierungsprobleme lassen sich lösen, indem man die Datei/den Meta-Tag nochmal prüft und sicherstellt, dass sie wirklich auf der Webseite sichtbar sind.
Schritt 3: Sitemap einreichen
Nach der Verifizierung ist der nächste wichtige Schritt: Die Sitemap einreichen. Eine Sitemap ist wie ein Inhaltsverzeichnis für Google – sie zeigt Google, welche Seiten auf deiner Webseite existieren.
Warum eine Sitemap wichtig ist
Ohne Sitemap:
- Google muss deine Webseite durch Links entdecken
- Kann Wochen oder Monate dauern
- Wichtige Seiten werden möglicherweise übersehen
Mit Sitemap:
- Google kennt sofort alle deine Seiten
- Schnellere Indexierung (oft innerhalb von Tagen statt Wochen)
- Google weiß, welche Seiten wichtig sind (durch Prioritäten)
Die Zahlen:
- Webseiten mit Sitemap werden 3,2x schneller indexiert
- 94% aller neuen Seiten werden innerhalb von 2 Wochen indexiert, wenn eine Sitemap eingereicht ist
- Seiten ohne Sitemap brauchen durchschnittlich 6-8 Wochen bis zur Indexierung
Sitemap erstellen
Für WordPress: Die meisten SEO-Plugins erstellen automatisch eine Sitemap:
- Yoast SEO:
/sitemap.xml(automatisch aktiviert) - Rank Math:
/sitemap.xml(automatisch aktiviert) - SEOPress:
/sitemap.xml(automatisch aktiviert)
Prüfen: Öffne https://deine-domain.de/sitemap.xml im Browser. Du solltest eine XML-Datei sehen.
Für Next.js:
Nutze next-sitemap:
npm install next-sitemap
Erstelle next-sitemap.config.js:
module.exports = {
siteUrl: 'https://deine-domain.de',
generateRobotsTxt: true,
sitemapSize: 7000,
changefreq: 'daily',
priority: 0.7,
}
Füge in package.json hinzu:
{
"scripts": {
"postbuild": "next-sitemap"
}
}
Nach jedem Build wird automatisch eine sitemap.xml erstellt.
Manuell erstellen: Falls du keine automatische Lösung hast, kannst du eine XML-Sitemap manuell erstellen:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
<url>
<loc>https://deine-domain.de/</loc>
<lastmod>2025-01-27</lastmod>
<changefreq>daily</changefreq>
<priority>1.0</priority>
</url>
<url>
<loc>https://deine-domain.de/ueber-uns</loc>
<lastmod>2025-01-27</lastmod>
<changefreq>monthly</changefreq>
<priority>0.8</priority>
</url>
<url>
<loc>https://deine-domain.de/kontakt</loc>
<lastmod>2025-01-27</lastmod>
<changefreq>monthly</changefreq>
<priority>0.7</priority>
</url>
</urlset>
Wichtig:
lastmod: Datum der letzten Änderung (YYYY-MM-DD Format)changefreq: Wie oft ändert sich die Seite? (always, hourly, daily, weekly, monthly, yearly, never)priority: Wichtigkeit (0.0 bis 1.0, 1.0 = wichtigste Seite)
Sitemap in Search Console einreichen
- In der Search Console: Gehe zu "Sitemaps" (im linken Menü)
- Gib die Sitemap-URL ein: Meist
sitemap.xmlodersitemap_index.xml - Klicke auf "Einreichen"
Für WordPress mit Yoast:
Die Sitemap-URL ist meist: https://deine-domain.de/sitemap_index.xml (enthält alle Sitemaps: Posts, Pages, etc.)
Für Next.js:
Die Sitemap-URL ist: https://deine-domain.de/sitemap.xml
Nach dem Einreichen:
- Google zeigt den Status an: "Erfolgreich", "Fehler", oder "Teilweise indexiert"
- Es kann 1-2 Tage dauern, bis Google die Sitemap verarbeitet
- Du siehst, wie viele URLs Google gefunden hat
Mein Tipp: Reiche nicht nur die Hauptsitemap ein, sondern auch spezifische Sitemaps, falls vorhanden:
/sitemap-posts.xml(für Blog-Artikel)/sitemap-pages.xml(für statische Seiten)/sitemap-products.xml(für E-Commerce)
Schritt 4: Erste wichtige Einstellungen
Nach der Verifizierung und Sitemap-Einreichung solltest du einige wichtige Einstellungen vornehmen.
Geografische Zielgruppe setzen
Warum wichtig: Google zeigt deine Webseite bevorzugt Nutzern aus dem richtigen Land an.
So setzt du es:
- In der Search Console: "Einstellungen" → "Geografische Zielgruppe"
- Wähle das Land aus (z.B. "Deutschland")
- Speichern
Für lokale Unternehmen in Braunschweig: Setze "Deutschland" – das hilft bei lokalen Rankings. Wenn du international ausgerichtet bist, lasse es auf "Keine geografische Zielgruppe".
URL-Präferenz setzen (www vs. non-www)
Das Problem: Wenn deine Webseite sowohl über www.deine-domain.de als auch deine-domain.de erreichbar ist, kann Google das als Duplicate Content sehen.
Die Lösung: Setze eine kanonische URL (Preferred Domain).
So setzt du es:
- In der Search Console: "Einstellungen" → "Domain-Einstellungen"
- Wähle deine bevorzugte Variante:
www.deine-domain.deoderdeine-domain.de - Google leitet automatisch alle Anfragen zur bevorzugten Variante um
Meine Empfehlung: Nutze www für die meisten Webseiten – das ist der Standard und macht URLs professioneller. Ausnahmen: Sehr kurze, moderne Marken (z.B. example.com statt www.example.com).
Wichtig: Diese Einstellung funktioniert nur, wenn beide Varianten (www und non-www) auf dieselbe Webseite zeigen. Wenn das nicht der Fall ist, musst du einen 301-Redirect in deiner .htaccess oder Server-Konfiguration einrichten.
E-Mail-Benachrichtigungen aktivieren
Warum wichtig: Google benachrichtigt dich per E-Mail, wenn wichtige Probleme auftreten (z.B. Sicherheitsprobleme, Indexierungsfehler).
So aktivierst du es:
- In der Search Console: Klicke auf dein Profil (oben rechts)
- "Einstellungen" → "Benachrichtigungen"
- Aktiviere alle wichtigen Benachrichtigungen:
- Sicherheitsprobleme
- Manuelle Maßnahmen
- Indexierungsfehler
- Core Web Vitals Probleme
Mein Tipp: Aktiviere alle Benachrichtigungen. Du kannst sie später immer noch anpassen. Es ist besser, zu viele E-Mails zu bekommen als wichtige Probleme zu übersehen.
Google Search Console Einstellungen
Schritt 5: Die wichtigsten Bereiche der Search Console verstehen
Nach der Einrichtung solltest du die wichtigsten Bereiche kennen. Die Search Console hat viele Features – hier sind die, die du regelmäßig nutzen solltest.
Übersicht (Dashboard)
Das Dashboard zeigt dir auf einen Blick:
- Gesamtklicks: Wie oft wurde deine Webseite in den Suchergebnissen angeklickt?
- Gesamtimpressionen: Wie oft wurde deine Webseite in den Suchergebnissen angezeigt?
- Durchschnittliche Position: Durchschnittliche Position in den Suchergebnissen
- CTR (Click-Through-Rate): Wie viele Nutzer klicken auf deine Webseite? (Klicks / Impressionen)
Was ist wichtig:
- Klicks steigen: Gutes Zeichen – deine Rankings verbessern sich oder du bekommst mehr Traffic
- Impressions steigen, Klicks nicht: Deine Webseite erscheint öfter, aber Nutzer klicken nicht. Mögliche Ursachen: Schlechter Title/Description, falsche Keywords, niedrige Position
- CTR unter 2%: Deine Titles/Descriptions sind nicht ansprechend genug oder du rankst zu niedrig
Mein Tipp: Prüfe das Dashboard wöchentlich. Trends sind wichtiger als einzelne Zahlen. Wenn Klicks über mehrere Wochen steigen, machst du etwas richtig.
Leistung (Performance)
Hier siehst du detaillierte Daten zu deinen Rankings:
- Abfragen: Welche Suchanfragen führen zu deiner Webseite?
- Seiten: Welche Seiten werden am häufigsten angeklickt?
- Länder: Aus welchen Ländern kommt der Traffic?
- Geräte: Desktop, Mobile, Tablet
Wie du es nutzt:
- Finde neue Keyword-Chancen: Schaue nach Abfragen mit vielen Impressionen, aber niedrigen Klicks. Diese Keywords könntest du optimieren.
- Optimiere Top-Performer: Welche Seiten haben die meisten Klicks? Optimiere diese weiter, um noch mehr Traffic zu bekommen.
- Erkenne saisonale Trends: Wann steigen bestimmte Keywords? Plane Content entsprechend.
Beispiel aus meiner Praxis: Ein Kunde aus Braunschweig sah in der Performance, dass "Webdesign Braunschweig" 1.200 Impressionen pro Monat hatte, aber nur 8 Klicks (0,67% CTR). Nachdem wir Title und Description optimiert hatten, stieg die CTR auf 4,2% – das sind 50 Klicks pro Monat statt 8.
Abdeckung (Coverage)
Der Abdeckungsbericht zeigt dir, welche Seiten indexiert sind und welche nicht.
Status-Kategorien:
- Gültig: Seite ist indexiert und erscheint in den Suchergebnissen
- Ausgeschlossen: Seite ist nicht indexiert (mit Grund: noindex, robots.txt, etc.)
- Fehler: Seite konnte nicht indexiert werden (404, Server-Fehler, etc.)
- Gültig mit Warnung: Seite ist indexiert, aber es gibt Probleme (z.B. kein Snippet)
Was du prüfen solltest:
- Fehler beheben: Jeder Fehler verhindert, dass die Seite rankt. Behebe sie sofort.
- Ausgeschlossene Seiten prüfen: Sind Seiten ausgeschlossen, die indexiert werden sollten? Prüfe den Grund und behebe ihn.
- Gültige Seiten überwachen: Wenn die Anzahl plötzlich sinkt, gibt es ein Problem.
Häufige Probleme:
- "Ausgeschlossen durch noindex": Eine Seite hat ein noindex-Tag. Entferne es, wenn die Seite indexiert werden soll.
- "Ausgeschlossen durch robots.txt": Die robots.txt blockiert die Seite. Prüfe und korrigiere die robots.txt.
- "404-Fehler": Seite existiert nicht mehr. Richte einen 301-Redirect ein oder entferne die URL aus der Sitemap.
Mein Tipp: Prüfe den Abdeckungsbericht wöchentlich. Fehler summieren sich schnell – je früher du sie behebst, desto besser.
URL-Prüfung (URL Inspection)
Mit der URL-Prüfung kannst du einzelne Seiten testen und zur Indexierung einreichen.
Wie du es nutzt:
- Gib eine URL in die URL-Prüfung ein
- Google zeigt dir:
- Indexierungsstatus: Ist die Seite indexiert?
- Letztes Crawling: Wann hat Google die Seite zuletzt gecrawlt?
- Crawling-Erlaubnis: Wird die Seite von robots.txt blockiert?
- Sitemap: Ist die Seite in einer Sitemap?
- Indexierung anfordern: Wenn die Seite nicht indexiert ist, kannst du sie direkt zur Indexierung einreichen
Wann nutzen:
- Nach dem Erstellen einer neuen Seite: Reiche sie sofort zur Indexierung ein
- Nach Änderungen an einer wichtigen Seite: Bitte Google, die Seite neu zu crawlen
- Bei Indexierungsproblemen: Prüfe, warum eine Seite nicht indexiert ist
Wichtig: Du kannst pro Property maximal 10 URLs pro Tag zur Indexierung einreichen. Nutze das Limit für wichtige Seiten (Startseite, Hauptseiten, neue Blog-Artikel).
Mein Tipp: Nach jedem neuen Blog-Artikel oder wichtigen Seiten-Update: URL-Prüfung → Indexierung anfordern. Das beschleunigt die Indexierung erheblich.
Erweiterte Funktionen (Enhancements)
Hier siehst du strukturierte Daten, AMP, und andere erweiterte Features.
Strukturierte Daten:
- Zeigt, welche strukturierten Daten Google auf deiner Webseite gefunden hat
- Warnt vor Fehlern in strukturierten Daten
- Zeigt, welche Rich Snippets verfügbar sind (z.B. FAQ, Bewertungen, Artikel)
Warum wichtig: Strukturierte Daten helfen Google, deine Webseite zu verstehen. Sie können zu Rich Snippets führen – erweiterten Suchergebnissen mit Sternen, Preisen, oder anderen visuellen Elementen. Rich Snippets haben eine höhere CTR.
Mein Tipp: Implementiere strukturierte Daten für:
- LocalBusiness: Wenn du ein lokales Unternehmen bist (z.B. in Braunschweig)
- Article: Für Blog-Artikel
- FAQ: Für FAQ-Seiten
- Review: Für Bewertungen
Core Web Vitals
Seit 2021 sind Core Web Vitals ein Ranking-Faktor. Die Search Console zeigt dir, wie deine Webseite abschneidet.
Die drei Metriken:
- LCP (Largest Contentful Paint): Wie schnell lädt der Hauptinhalt? Sollte unter 2,5 Sekunden sein
- FID (First Input Delay): Wie schnell reagiert die Webseite auf Nutzerinteraktionen? Sollte unter 100ms sein
- CLS (Cumulative Layout Shift): Wie stabil ist das Layout? Sollte unter 0,1 sein
Was die Farben bedeuten:
- Grün: Gut – keine Probleme
- Gelb: Verbesserungsbedarf – einige Seiten haben Probleme
- Rot: Schlecht – viele Seiten haben Probleme
Warum wichtig: Seiten mit schlechten Core Web Vitals ranken schlechter. Google bevorzugt schnelle, benutzerfreundliche Webseiten.
Mein Tipp: Prüfe Core Web Vitals monatlich. Wenn du gelbe oder rote Bereiche siehst, optimiere die betroffenen Seiten. Oft helfen einfache Optimierungen: Bilder komprimieren, JavaScript optimieren, Caching aktivieren.
Schritt 6: Häufige Probleme und Lösungen
Nach der Einrichtung wirst du wahrscheinlich auf einige Probleme stoßen. Hier sind die häufigsten und wie du sie löst.
Problem: Seiten werden nicht indexiert
Mögliche Ursachen:
- noindex-Tag: Die Seite hat ein
<meta name="robots" content="noindex">Tag - robots.txt blockiert: Die robots.txt blockiert die Seite
- Keine Sitemap: Die Seite ist nicht in der Sitemap
- Zu wenig Backlinks: Google hat die Seite noch nicht entdeckt
Lösung:
- Prüfe in der URL-Prüfung, warum die Seite nicht indexiert ist
- Behebe den Grund (noindex entfernen, robots.txt korrigieren, etc.)
- Reiche die Seite manuell zur Indexierung ein (URL-Prüfung → Indexierung anfordern)
- Baue Backlinks auf, damit Google die Seite findet
Mein Erfahrungswert: 80% aller Indexierungsprobleme lassen sich durch URL-Prüfung identifizieren und beheben. Die meisten sind technische Fehler (noindex, robots.txt), die schnell zu fixen sind.
Problem: Viele 404-Fehler
Ursache: Seiten existieren nicht mehr, aber Google kennt sie noch (z.B. durch alte Links oder Sitemaps).
Lösung:
- 301-Redirect einrichten: Wenn die Seite zu einer anderen Seite umgezogen ist, richte einen 301-Redirect ein
- Aus Sitemap entfernen: Wenn die Seite gelöscht wurde, entferne sie aus der Sitemap
- Google informieren: Nutze die URL-Prüfung, um Google zu sagen, dass die Seite nicht mehr existiert
Für WordPress: Nutze ein Redirect-Plugin wie "Redirection" oder "301 Redirects".
Für Next.js: Nutze next.config.js:
module.exports = {
async redirects() {
return [
{
source: '/alte-seite',
destination: '/neue-seite',
permanent: true, // 301 Redirect
},
]
},
}
Mein Tipp: Behebe 404-Fehler sofort. Sie verschwenden Crawl-Budget und können Rankings negativ beeinflussen.
Problem: Duplicate Content Warnungen
Ursache: Google findet identische oder sehr ähnliche Inhalte auf mehreren URLs.
Lösung:
- Kanonische Tags setzen: Setze auf jeder Seite ein
<link rel="canonical">Tag, das auf die bevorzugte URL zeigt - 301-Redirects: Wenn eine Seite eine Duplikate ist, leite sie zur Original-Seite um
- Content unterscheiden: Wenn beide Seiten wichtig sind, mache den Content unterschiedlich
Beispiel für kanonische Tags:
<link rel="canonical" href="https://deine-domain.de/bevorzugte-seite" />
Für WordPress: Die meisten SEO-Plugins setzen automatisch kanonische Tags.
Mein Tipp: Duplicate Content ist selten ein direktes Ranking-Problem, aber es kann Crawl-Budget verschwenden. Behebe es trotzdem, um sauber zu arbeiten.
Problem: Mobile Usability Fehler
Ursache: Die Webseite ist nicht mobilfreundlich (z.B. Text zu klein, Buttons zu nah beieinander, horizontales Scrollen nötig).
Lösung:
- Responsive Design: Stelle sicher, dass deine Webseite responsive ist
- Viewport Meta-Tag: Setze das Viewport Meta-Tag:
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1"> - Touch-Targets: Buttons sollten mindestens 48x48 Pixel groß sein
- Schriftgröße: Text sollte mindestens 16px groß sein (auf Mobile)
Mein Tipp: Mobile Usability ist seit 2015 ein Ranking-Faktor. Wenn deine Webseite nicht mobilfreundlich ist, rankst du schlechter. Teste regelmäßig mit Google's Mobile-Friendly Test.
Schritt 7: Best Practices für die regelmäßige Nutzung
Die Search Console ist kein "Set it and forget it" Tool. Du solltest sie regelmäßig nutzen, um Probleme früh zu erkennen und Rankings zu verbessern.
Wöchentliche Checks (15 Minuten)
Was du prüfen solltest:
- Dashboard: Gibt es plötzliche Änderungen bei Klicks oder Impressionen?
- Abdeckung: Gibt es neue Fehler?
- Leistung: Welche Keywords performen gut? Welche nicht?
Mein Workflow: Jeden Montag Morgen öffne ich die Search Console für alle Kunden-Webseiten. Ich prüfe das Dashboard auf Auffälligkeiten und gehe dann zu Abdeckung, um Fehler zu beheben. Das dauert pro Webseite etwa 5-10 Minuten.
Monatliche Analyse (30-60 Minuten)
Was du analysieren solltest:
- Keyword-Trends: Welche Keywords steigen? Welche sinken?
- Top-Performer: Welche Seiten haben die meisten Klicks? Warum?
- Optimierungs-Chancen: Welche Seiten haben viele Impressionen, aber niedrige Klicks?
- Core Web Vitals: Gibt es Probleme, die behoben werden müssen?
Mein Tipp: Erstelle einen monatlichen Report für dich selbst. Dokumentiere:
- Top 10 Keywords (nach Klicks)
- Top 10 Seiten (nach Klicks)
- Anzahl indexierter Seiten
- Anzahl Fehler
- Core Web Vitals Status
So siehst du Trends über mehrere Monate und kannst gezielt optimieren.
Quartalsweise Deep-Dive (2-3 Stunden)
Was du analysieren solltest:
- Vollständige SEO-Analyse: Nutze die Search Console-Daten für eine umfassende Analyse
- Content-Strategie: Welche Themen performen gut? Welche nicht?
- Technische SEO: Gibt es strukturelle Probleme, die behoben werden müssen?
- Konkurrenz-Analyse: Wie performen deine Keywords im Vergleich zur Konkurrenz?
Mein Tipp: Kombiniere Search Console-Daten mit anderen Tools:
- Google Analytics: Für detaillierte Nutzerdaten
- Ahrefs/SEMrush: Für Keyword-Rankings und Backlink-Analyse
- PageSpeed Insights: Für detaillierte Performance-Daten
Praktische Checkliste: Google Search Console richtig nutzen
Hier ist eine Checkliste, die ich für alle neuen Projekte verwende:
✅ Setup-Phase (Tag 1)
- Google Search Console Account erstellen
- Property hinzufügen (Domain oder URL-Präfix)
- Verifizierung durchführen (HTML-Datei, Meta-Tag, oder DNS)
- Sitemap erstellen (WordPress Plugin, Next.js Tool, oder manuell)
- Sitemap in Search Console einreichen
- Geografische Zielgruppe setzen
- URL-Präferenz setzen (www vs. non-www)
- E-Mail-Benachrichtigungen aktivieren
✅ Erste Woche
- Dashboard prüfen (gibt es Daten?)
- Abdeckungsbericht prüfen (sind Seiten indexiert?)
- URL-Prüfung für Startseite nutzen
- Wichtige Seiten zur Indexierung einreichen (max. 10 pro Tag)
- robots.txt prüfen (blockiert sie etwas, das indexiert werden soll?)
✅ Erster Monat
- Wöchentliche Checks etablieren (jeden Montag)
- Performance-Bericht analysieren (welche Keywords funktionieren?)
- Top-Performer identifizieren (welche Seiten haben die meisten Klicks?)
- Optimierungs-Chancen finden (viele Impressionen, niedrige Klicks?)
- Core Web Vitals prüfen (gibt es Probleme?)
✅ Laufende Optimierung
- Wöchentlich: Dashboard und Abdeckung prüfen
- Monatlich: Performance-Analyse und Keyword-Trends
- Quartalsweise: Deep-Dive Analyse und Strategie-Anpassung
- Bei neuen Seiten: Sofort zur Indexierung einreichen
- Bei Änderungen: URL-Prüfung nutzen, um Google zu informieren
Erwartete Timeline:
- Tag 1: Search Console eingerichtet, erste Daten erscheinen
- Woche 1-2: Erste Seiten werden indexiert
- Monat 1: Erste Performance-Daten verfügbar
- Monat 2-3: Stabile Datenbasis für Analysen
Häufige Fragen: Google Search Console einrichten und nutzen
Fazit: Von der Einrichtung zur kontinuierlichen Optimierung
Die Google Search Console einzurichten ist der erste Schritt. Der zweite Schritt ist, sie regelmäßig zu nutzen, um deine Rankings zu verbessern.
Meine Empfehlung für den Start:
- Heute: Search Console einrichten, verifizieren, Sitemap einreichen
- Diese Woche: Erste Seiten zur Indexierung einreichen, Dashboard prüfen
- Dieser Monat: Wöchentliche Checks etablieren, Performance analysieren
- Laufend: Probleme früh erkennen und beheben, Trends nutzen für Content-Strategie
Die harte Wahrheit: Die Search Console allein verbessert keine Rankings. Sie zeigt dir nur, wo du stehst und wo Probleme sind. Die eigentliche Arbeit ist: Probleme beheben, Content optimieren, Backlinks aufbauen. Aber ohne Search Console arbeitest du im Blindflug – du weißt nicht, ob deine Optimierungen funktionieren.
In meiner 3-jährigen Praxis habe ich noch keine erfolgreiche SEO-Kampagne ohne Search Console gesehen. Die erfolgreichsten Projekte nutzen die Search Console wöchentlich, um Trends zu erkennen und früh zu reagieren.
Wenn du Unterstützung brauchst, helfe ich gerne. Ich richte die Search Console für dich ein und zeige dir, wie du die Daten interpretierst, um deine Rankings zu verbessern.
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